DER SCHÖNE ANDI, in absoluter Glaubwürdigkeit

Die Geschichten des schönen Andi

 

Der schöne Andi ist 72 Jahre alt, lebt heute in Berlin,

hat eine Ex-Frau, vier Söhne – und eine neue Frau.

 

Mit der Ex-Frau und den vier Söhnen lief lange alles ganz ordentlich.

Bis zu dem Moment, in dem die Ex-Frau beschloss, sich scheiden zu lassen.

Das war für Andi weniger schön und für die Söhne auch.

 

Denn Andi zog dann eine Zeit lang von Sohn zu Sohn,

schlief hier ein paar Wochen, dort ein paar Wochen,

bis er schließlich eine eigene Wohnung fand.

Und dann endlich glücklich vorerst etwas Ruhe fand mit

seiner kleinen Kaiserin.

Unser Zainab.

 

Heute leben die beiden zufrieden in Wilmersdorf

und haben offenbar das Gefühl,

dass ihnen die Welt ein bisschen gehört.

 

Was sie sich nehmen, was sie behaupten,

und was davon später in Akten, Protokollen und Urteilen landet –

das ist allerdings manchmal eine andere Geschichte.

 

Oder besser gesagt: mehrere.

 

 

Worum es in dieser Reihe geht

 

 

In dieser Reihe geht es nicht um Meinungen.

Nicht um Gerüchte.

Nicht um Nacherzählungen.

 

Es geht um öffentliche Stellungnahmen, dokumentierte Abläufe

und um das, was Menschen selbst schreiben, sagen und einreichen.

 

Unter anderem:

 

•        Die letzten zehn Tage im Atelier

Uhlandstrasse 170 · 10719 Berlin

 

•        Andi und seine Nachrichten

WhatsApp · iMessage · E-Mails an Sven

 

•        Andi und das Landgericht Berlin II

 

•        Andi und das Amtsgericht Kreuzberg

 

•        Andi und die Unehrlichkeit

oder: die sehr kleine Ehrlichkeit

 

•        Fotografien von Andi

im Kontext der dokumentierten Abläufe

 

 

Und ja – es wird persönlich

 

 

Diese Reihe endet nicht bei Akten.

 

Es wird eine exklusive Einladung geben:

Auf ein Glas Wein – mit der Ex-Frau des schönen Andis.

 

Kein Tribunal.

 

Keine Inszenierung.

 

Ein Tisch.

 

Zwei Gläser.

 

Eine Geschichte, die bisher niemand hören wollte.

 

 

Was sie erzählt,

wie sie die Jahre erlebt hat,

und was sie heute anders sieht –

das bleibt ihr überlassen.

 

 

An Kai-Elmar Kempgens

 

Dank der großartigen Angela Gentzmer und des ebenso großartigen Arndt Bause ist 1986 ein unheimlich schönes Lied entstanden.

Ein Lied, das mir heute – fast beiläufig – wieder in den Sinn gekommen ist.

Und das ich hier, ganz frei, ganz bewusst nicht musikalisch, sondern textisch interpretiere.

 

Als eine einzige, immer wiederkehrende Frage.

Eine Frage, die sich Kai-Elmer Kempgens offenbar regelmäßig stellt.

 

Mit echtem Ernst.

Mit echtem Rätselblick.

 

Wo ist sein Geld bloß geblieben?

 

Eine Frage so alt wie das Lied selbst.

 

Und vielleicht genauso zeitlos.

 

 

"Ick rauche nich′, ick trinke nich',

na höchstens an Jeburtstach.

Da schlach ick zu janz fürchterlich,

obwohl ick jar keen Durscht hab.

Schön, Silvester mal′n Glas Roederer,

'ne Kiste Amarone zu Neujahr,

och Highland Park, der mir jar nich' schmeckt,

zur Not, weil nischt mehr da war.

 

Trotzdem reicht mein Jeld nich′ aus,

is′ futsch schon nach drei Taje.

Bin arm wie so'ne Kirchenmaus,

drum stell ick mal die Frage.

Wo ist mein Jeld bloß jeblieben?

 

Wo? Wo? Wo?

 

Wo wer′n die Thaler jetz' liejen?

Wo? Wo? Wo?

Nu′ irrt es sicher frierend durch die Nacht,

und wird von Fremden kurz und klein jemacht.

 

Ick jeh nich' aus, sitz′ nur zu Haus,

mach höchstens mal 'n Bummel.

So durch die Läd'n, rinn und raus,

und koof ma′n dutzend Fummel.

Na schön, och mal ′n echten Nerz,

der schmeichelt unjeheuer.

Ick hab' für Tiere eb′nd 'n Herz,

und is′ doch och nich' teuer.

 

Trotzdem reicht mein Jeld nich′ aus,

is' futsch schon nach drei Taje.

Bin arm wie so'ne Kirchenmaus,

drum stell ick mal die Frage.

 

Wo ist mein Jeld bloß jeblieben?

Wo? Wo? Wo?

Wo wer′n die Thaler jetz′ liejen?

 

Wo? Wo? Wo?

 

Ick jönn′ mir nischt, ick leist' mir nischt,

naja, bis auf Newton & Isaac.

Und wenn se och die Kosten spreng,

uff ihrn′ Papa stehn se.

Der Papa ist nun leider Schrott,

seit sein Kontakt mit Wilking´s.

Die Richter machen ihn grade Flott,

für janz kulante Preise.

 

Trotzdem reicht mein Jeld nich′ aus,

is' futsch schon nach drei Taje.

 

Bin arm wie so'ne Kirchenmaus,

drum stell ick mal die Frage.

Wo ist mein Jeld bloß jeblieben?

 

Wo? Wo? Wo?"

 

 

 Geschichte 1 - Andi und die letzten 10 Tage im Atelier

 Geschichte 2 - Andi und seine Whatsapp

 Geschichte 1 - 

 

 

 

Ob man mit bestimmten Erzählungen weit kommt,

ob man mit bestimmten Darstellungen durchdringt,

oder ob irgendwann jemand genauer hinsieht –

das wird sich zeigen.

 

Spätestens im Januar.

Spätestens dann, wenn Richterin Andrea Wilms hinschaut.

 

Bis dahin gilt:

Wir erklären nichts.

Wir zeigen, was gesagt, geschrieben und eingereicht wurde.

 

Fortsetzung folgt.

 

Maris Lichtenstein

Maris deckt auf

 

 

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Sämtliche Urheber- und Nutzungsrechte an den verwendeten Bildern liegen ausschließlich bei Sven Appelt.

Die Bilder wurden von Sven Appelt erstellt bzw. basieren auf von ihm angefertigten Originalaufnahmen.

 

Der gestalterische Ansatz, insbesondere die Verwendung eines lebhaften Pinktons, ist eine bewusste künstlerische Entscheidung von Sven Appelt. Diese Farbwahl steht im Zusammenhang mit einer persönlichen Bezugnahme auf Johannes Eisenberg, der als großer Befürworter und Liebhaber dieser Farbe bekannt ist. In diesem Kontext hatte Sven Appelt Johannes Eisenberg bereits vorgeschlagen, für ihn eine Robe in lebhaftem Pink anzufertigen.

 

Die dargestellten vier Charaktere von Zainab Hassan Wilking sind künstlerische Interpretationen und beziehen sich auf Originalfotos, die im Zusammenhang mit Sven Appelt entstanden sind. Die Darstellungen stellen keine Tatsachenbehauptungen dar, sondern eine künstlerische Auseinandersetzung mit realen Bildmotiven.

 

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