Auf ein Glas Wein
Auf ein Glas Wein ist ein schriftliches Podcast-Format von Sven Appelt.
In essayistischen Dialogen spricht Appelt mit engen Freunden über Konflikte, Macht, Projektion, Sprache und die Absurditäten persönlicher wie institutioneller Auseinandersetzungen.
Ausgangspunkt sind reale Dokumente – E-Mails, Briefe, Sprachnachrichten – die nicht als Beweise, sondern als Erzählmaterial dienen. Mit schwarzem Humor, Sarkasmus und analytischer Schärfe werden Narrative seziert, Selbstbilder entlarvt und historische Begriffe (wie etwa Stasi, Tschekisten, Loyalität, Staat) in ihrer rhetorischen Funktion hinterfragt.
Begleitet von Musik und bewusst ohne therapeutischen Anspruch ist Auf ein Glas Wein kein Versöhnungsformat, sondern ein Gedächtnisraum: für Gespräche, die man eigentlich beenden möchte – aber nicht kann, solange sie Wirkung entfalten.
Es beginnt immer gleichbleibend Langweilig...
Er heißt Sven.
Und das hier ist kein Gespräch, das etwas lösen will.
Er sitzt an einem Tisch.
Da steht ein Flasche Wein.
Manchmal auch zwei.
Mehr Rahmen braucht es nicht.
Sven lädt Menschen ein, die er kennt.
Freunde. Wegbegleiter. Leute, die geblieben sind.
Nicht, weil alles leicht war –
sondern weil nicht alles leicht war.
Sie reden über Dinge, über die man eigentlich nicht mehr reden möchte.
Aber muss.
Weil sie sonst nicht verschwinden.
Es wird ruhig.
Es wird unangenehm.
Manchmal auch komisch.
Meistens gleichzeitig.
Das hier ist kein Podcast mit Antworten.
Das hier ist ein Ort, an dem Erinnerungen ausgesprochen werden dürfen,
ohne dass jemand klatscht oder heilt.
Wenn es sich schief anfühlt,
ist es wahrscheinlich richtig.
Der erste Gast von Sven ist sein Freund, Rene, 40, Berlin
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