2013: Sly Hands
2013 beginnt eine neue, sehr persönliche Phase mit Sly Hands.
Sly war Fotograf, Ikone – und Freund.
Er war einer der ersten Mr. International Rubber, weit über England hinaus bekannt. Mit ihm war ich in Chicago, zu einer Zeit, als der International Mr. Rubber Contest begann, international sichtbar zu werden. Wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, gehörte Sly zu den ersten Gewinnern dieses Titels.
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Wir hatten damals nur einen winzigen Stand. Kein großes Setup, keine Inszenierung. Aber wir haben dort zum ersten Mal amerikanischer Kundschaft unsere Arbeit gezeigt. Und wir haben dort etwas erlebt, das über Produkte hinausging.
In Chicago habe ich Menschen kennengelernt, die geblieben sind.
Freunde wie Shang.
Wie Josh.
Es war eine offene, direkte, sehr gute Zeit. Getragen von Neugier, Freundschaft und dem Gefühl, gemeinsam etwas zu beginnen, ohne es kontrollieren zu wollen.
Mit Sly habe ich auch Berlin fotografiert. Nicht als Postkarte, sondern als Spielraum. Eine kleine Fotospielecke im ehemaligen Mutschmanns. Nähe statt Pose. Geschichte statt Inszenierung. Diese Bilder sind ruhiger, persönlicher, abgeschlossen.
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Simon ist viel zu früh von uns gegangen.
Dass er an meinem 36. Geburtstag starb und ich mich darüber ärgerte, das er mich nicht anrief – bleibt ein schwerer Vorwurf – gegen mich selbst – und eine einprägsame Erfahrung.
Was bleibt, ist der Zusammenhalt. Die Freundschaft. Und die Gewissheit, dass diese Zeit nicht nur Arbeit war, sondern geteiltes Risiko, geteilte Haltung und geteilte Geschichte.
Sly haz viel für die Community getan, mehr als andere.





