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        <name>SAR</name>
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    <title>Blog / Atom Feed</title>
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    <updated>2026-04-17T06:13:23+02:00</updated>
    
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            <title type="text">RUBaddiction berlin 2006 - 2026</title>
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                <![CDATA[
                
                                            Alexander, Ich und RubAddiction Berlin 
                                        ]]>
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            <content type="html">
                <![CDATA[
                 &amp;nbsp; 
   PRODUKT Nr. 1 – Das Tanktop   
   oder: Wie ein rotes Stück Latex überlebt, während Menschen scheitern.   
  &amp;nbsp;  
  Es gibt diese Momente in der Mode, die man erst Jahre später richtig versteht.  
  Nicht, wenn sie entstehen. Sondern wenn sie bleiben.  
  &amp;nbsp;  
   Dieses Tanktop ist so ein Moment.   
  &amp;nbsp;  
  Ich erinnere mich noch genau an das Wochenende im Hyatt. Die Daimler Suite, gesponsert von einem meiner liebsten Kunden, Eike Siebens. Drei Tage. Drei Fotografen. Zu viel Kaffee, zu wenig Schlaf. Berlin in diesem merkwürdigen Zustand zwischen Aufbruch und Dauerprovisorium.  
 &amp;nbsp; 
 &amp;nbsp; 
 
 
 
 
 &amp;nbsp;  
 
 
 &amp;nbsp;  
 
 
 &amp;nbsp;  
 
 
 
 
  &amp;nbsp;  
  Wir haben nicht „inszeniert“.  
  Wir haben gesehen.  
  &amp;nbsp;  
  Omar trug das rote Tanktop, als wäre es nie etwas anderes gewesen als selbstverständlich. Keine Pose, kein Drama. Nur Körper, Schnitt, Haltung. Genau das, was gute Mode immer tut: Sie erklärt sich nicht. Sie ist einfach da.  
  &amp;nbsp;  
  Dieses Tanktop war nie laut.  
  Es war nie Trend.  
  Es war nie Fetisch um des Fetischs willen.  
  &amp;nbsp;  
   Es war – und ist – Form.   
  &amp;nbsp;  
  Vielleicht ist das der Grund, warum es bis heute verkauft wird. Warum es immer noch funktioniert. Warum es nicht altert. Mode, die überlebt, ist selten die, die schreit. Es ist die, die bleibt, wenn der Lärm vorbei ist.  
  &amp;nbsp;  
  Und jetzt, wo die Vorbereitungen für die Fashion Week beginnen, denke ich oft daran, wie banal Wahrheit eigentlich ist:  
  Ein Quadratmeter Material kostet keine 25 Euro.  
  Ein Schnitt lebt nicht von Mythos, sondern von Präzision.  
  Und ein Preis erzählt immer mehr über Angst oder Größe als über Qualität.  
  &amp;nbsp;  
   &amp;nbsp;   
   Hard Facts – weil Eleganz Fakten verträgt   
  &amp;nbsp;  
  Das Tanktop besteht aus weniger als einem Quadratmeter Latex.  
  Genauer gesagt: etwa 0,7 m².  
  Materialstärke: 0,4 mm.  
  Materialkosten: ca. 9–10 Euro.  
  &amp;nbsp;  
  Zehn Klebeschritte.  
  Etwa 50 Minuten Arbeitszeit.  
  Acht bis zehn Stück pro Tag.  
  &amp;nbsp;  
  Rechnet man fair – wirklich fair –, landet man bei einem realistischen Endkundenpreis von 80 bis 95 Euro.  
  &amp;nbsp;  
  Alles darüber ist kein Materialwert.  
  Es ist ein Narrativ.  
  Und Narrative sind in der Mode bekanntlich oft teurer als Stoff.  
  &amp;nbsp;  
 
 
 
 
 &amp;nbsp;  
 
 
 
 
 &amp;nbsp; 
   Klatschen &amp;amp; Tratsch   
   oder: Warum Kreativität manchmal gefährlich wird.   
  &amp;nbsp;  
  Edita Hapka sagte vor der Polizei aus, sie habe nicht mehr einordnen können, wer eigentlich kreativ gewesen sei (Alexander oder ich) und das ich nur laut aber dafür sehr faul gewesen sei. Sie sagte auch, wenn ich so talentiert sei, wie ich behaupte - wünsche sie mir viel Glück dabei und ich würde es in meinem Leben schon zu etwas schaffen.  
  &amp;nbsp;  
  Ich frage mich bis heute, wie das möglich ist, das man so einen Schwachsinn von sich gibt, wenn man jeden Tag miteinander gearbeitet hat und ich jeden Morgen zusammen mit Alexander aus dem Schlafzimmer kam, das Schlafzimmer was immer in der gleichen Wohnung war, wie die Werkstatt, in der Edyta arbeitet, wenn sie arbeitete.  
  &amp;nbsp;  
   Vielleicht ist das die stillste Form von Gewalt in kreativen Beziehungen:   
   Nicht der Streit.   
   Sondern der Versuch jemanden Auslöschen zu wollen.   
  &amp;nbsp;  
   Sehr traurige Ironie: Sie hat keinen Job mehr und ich unterrichte an Universitäten und plane Shows.   
  &amp;nbsp;  
  Wenn Arbeitgeber beginnen, Mitarbeitende unter Druck zu setzen, um Geschichten umzuschreiben, dann geht es nicht mehr um Mode. Dann geht es um Kontrolle.  
  &amp;nbsp;  
   Kontrolle war noch nie stilvoll   
   oder: Wenn Loyalität zur Waffe wird.   
  &amp;nbsp;  
  Es ist mir wichtig, an dieser Stelle sehr klar zu sein.  
  Nicht laut. Nicht polemisch. Sondern präzise.  
  &amp;nbsp;  
  Edyta Hapka war keine Randfigur.  
  Sie war Schneiderin. Mitarbeiterin. Teil des täglichen Arbeitsprozesses.  
  Eine Frau, die jeden Tag im Atelier war, die gesehen hat, wie gearbeitet wurde, wie Schnitte entstanden, wie Entscheidungen getroffen wurden.  
  &amp;nbsp;  
  Und genau deshalb ist ihre Rolle in dieser Geschichte so beeindruckend – und gleichzeitig so gefährlich.  
  &amp;nbsp;  
  Denn was hier sichtbar wird, ist kein persönliches Versagen.  
  Es ist ein strukturelles.  
  &amp;nbsp;  
  Eine Mitarbeiterin – abhängig, aus einem anderen Land kommend, nicht juristisch geschult – wird in eine Situation gebracht, in der von ihr erwartet wird, Unwahrheiten zu sagen, um die wirtschaftliche Existenz ihres Arbeitgebers zu schützen. Nicht aus Überzeugung. Sondern aus Angst.  
  &amp;nbsp;  
  Gerade für eine Generation, die für Offenheit, Ehrlichkeit und Neutralität steht – die Gen Z –, ist das ein alarmierendes Signal:  
  Wenn Macht kippt, wird Wahrheit verhandelbar.  
  Und Loyalität wird missbraucht.  
  &amp;nbsp;  
  Und sein wir ehrlich, Kreativ war Alexander, irgendwie, irgendwo und garantiert auch irgendwann.  
  &amp;nbsp;  
  Am Ende gibt es in solchen Konstellationen nur eine Verliererin:  
  die Mitarbeiterin selbst.  
  &amp;nbsp;  
  Nicht der Arbeitgeber.  
  Nicht das System.  
  Nicht die Institutionen.  
  &amp;nbsp;  
  Denn während andere sich absichern, bleibt sie zurück – mit einer Aussage, die sie belastet, mit einem Risiko, das sie trägt, und mit einer Verantwortung, die eigentlich nie ihre hätte sein dürfen.  
  &amp;nbsp;  
  Besonders bitter ist dabei, wie schamlos staatliche Strukturen ausgenutzt werden können, wenn Unsicherheit auf Unwissen trifft. Wenn Ermittlungsbehörden nicht sauber differenzieren, nicht kontextualisieren, nicht hinterfragen – dann wird Inkompetenz zur Eintrittskarte für Manipulation.  
  &amp;nbsp;  
  Das ist kein Angriff auf einzelne Personen.  
  Das ist eine Beobachtung eines Systems, das zu leichtgläubig ist, wenn es um Machtverhältnisse geht.  
  &amp;nbsp;  
  War das ein besonders vorzüglicher Zug?  
  Nein.  
  &amp;nbsp;  
  War es überraschend?  
  Ebenfalls nein.  
  &amp;nbsp;  
  Es war ein typischer Nemitz-Zug.  
  So, wie man ihn kennt: kontrollierend, angstgetrieben, kurzfristig gedacht.  
  &amp;nbsp;  
  Und genau deshalb gehört diese Geschichte hierher.  
  Nicht als Skandal.  
  Sondern als Vergebung für Edyta, denn sie wusste einfach nicht was sie tat.  
  &amp;nbsp;  
  Denn Mode ist nie nur Stoff.  
  Sie ist immer auch ein Spiegel dafür, wie Menschen miteinander umgehen, wenn es ernst wird.  
 &amp;nbsp; 
 &amp;nbsp; 
 &amp;nbsp; 
 &amp;nbsp; 
   20 Jahre Latex – RUBaddiction berlin   
  &amp;nbsp;  
  Ich schreibe diesen Text nicht, um Geschichte umzudeuten, und auch nicht, um sie zu glätten. Ich schreibe ihn, weil Herkunft zählt – und weil das, was RUBaddiction berlin zwischen 2006 und 2016 war, nicht zufällig entstanden ist.  
  &amp;nbsp;  
  Ich arbeite seit 2006 mit Latex. In diesem Jahr habe ich gemeinsam mit Alexander Nemitz RUBaddiction berlin gegründet. Unsere ersten Räume befanden sich in der Karl-Marx-Allee 57 oder 59, später dann in der Blumenstraße 44 und schließlich in der Neuen Schönhauser Straße 9. Bis 2014 haben wir das Label dort gemeinsam geführt, aufgebaut und international sichtbar gemacht.  
  &amp;nbsp;  
  In dieser Zeit habe ich RUBaddiction berlin zu dem entwickelt, was es 2012 global repräsentierte – und zu dem, was es bis 2016 ausdrückte. Das war kein Nebenprodukt eines Marktes, sondern das Ergebnis einer klaren gestalterischen Haltung.  
  &amp;nbsp;  
  2012 stand RUBaddiction berlin international für eine neue Lesart von Latex. Reduziert. Präzise. Tragbar. Selbstbewusst. Latex war kein Effektmaterial und keine Provokation um ihrer selbst willen. Es war Mode. Die Schnitte waren klar, die Proportionen bewusst gesetzt, die Silhouetten ruhig. Die Kleidung funktionierte im Club, im Editorial, auf der Bühne, im Film. Genau darin lag ihre Stärke.  
  &amp;nbsp;  
  Was RUBaddiction berlin damals auszeichnete, war nicht Lautstärke, sondern Konsequenz. Die Arbeiten waren wiedererkennbar, ohne erklärungsbedürftig zu sein. Sie folgten keiner Szene, sondern einer Idee. Bis 2016 drückte das Label eine Haltung aus: Offenheit statt Abschottung, Entwicklung statt Verwaltung, Weitergabe statt Geheimhaltung.  
  &amp;nbsp;  
  Das war keine Theorie, sondern Praxis. Schnitte wurden entwickelt, getestet, verfeinert. Techniken verbessert. Wissen nicht gehortet, sondern geteilt. Ich war immer überzeugt davon, dass Qualität nicht leidet, wenn man sie erklärt – sondern gewinnt.  
  &amp;nbsp;  
  &amp;nbsp;  
  &amp;nbsp;  
    Warum sich Wege getrennt haben    
  &amp;nbsp;  
  Nach 2014 endete die gemeinsame Atelierzeit. 2016 war endgültig klar, dass wir beruflich getrennte Wege gehen würden. Diese Entscheidung hatte nichts mit persönlicher Kränkung zu tun. Sie war die Konsequenz sehr unterschiedlicher Vorstellungen davon, was Entwicklung bedeutet.  
  &amp;nbsp;  
  Ich wollte RUBaddiction berlin weiter öffnen: in Richtung Mode, Film, Fernsehen, größere Produktionen, beratende Tätigkeiten für andere Labels. Ich wollte, dass das, was wir aufgebaut hatten, weiterwächst.  
  &amp;nbsp;  
  Alexander entschied sich bewusst für einen anderen Weg. Für einen kleinen, klar umrissenen Markt, der wirtschaftlich attraktiv ist. Latex erlaubt hohe Margen. Das Material ist günstig, die Verarbeitung vergleichsweise einfach. Man muss kein ausgebildeter Schneider sein, um Latex zu kleben. Entsprechend wurde mit Arbeitskräften gearbeitet, die keine klassische Ausbildung im Textilbereich hatten. Das ist keine Wertung, sondern eine Beschreibung der Realität.  
  &amp;nbsp;  
   „An diesem Punkt war klar: Unsere Haltungen waren nicht mehr vereinbar.“   
   &amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;-Sven Appelt   
  &amp;nbsp;  
  &amp;nbsp;  
   Über Wissen und Stillstand   
  &amp;nbsp;  
  Latex ist kein Geheimwissen.  
  Latex ist Handwerk.  
  &amp;nbsp;  
  Ich habe immer daran geglaubt, dass man Schnitte, Techniken und Arbeitsweisen weitergeben muss. Daraus entstanden später auch Workshops. Nicht, um Konkurrenz zu erzeugen, sondern weil Stillstand dort beginnt, wo Wissen zurückgehalten wird.  
  &amp;nbsp;  
  Die Angst, dass Menschen durch Wissen selbstständig werden könnten, war real. Für mich war das ein Wendepunkt. Wer Angst vor Weitergabe hat, hat selten Angst vor Qualitätsverlust – sondern Angst vor Vergleichbarkeit.  
  &amp;nbsp;  
  &amp;nbsp;  
   Über Schnitte, Herkunft und Klarheit   
  &amp;nbsp;  
  Bis heute beruhen viele Produkte strukturell auf Schnitten, die ich in der frühen Phase von RUBaddiction berlin entwickelt habe. Das benenne ich nicht aus Bitterkeit, sondern aus Gründen der Klarheit. Grundlagen verschwinden nicht, nur weil sich Wege trennen.  
  &amp;nbsp;  
  Von einzelnen Produktentwicklungen – insbesondere bestimmten Masken – distanziere ich mich ausdrücklich. Sie entsprechen weder meinem ästhetischen Anspruch noch meinem Verständnis von Verantwortung im Design.  
  &amp;nbsp;  
  &amp;nbsp;  
   Warum dieser Blogeintrag existiert   
  &amp;nbsp;  
  Dieser Eintrag ist keine polemische Abrechnung.  
  Er ist eine Dokumentation.  
  &amp;nbsp;  
  Ich schreibe hier über frühere Fotoshoots, über konkrete Arbeitserfahrungen, über Produktionslogiken, Marktmechanismen und über Preisvergleiche identischer Produkte mit identischen Produktfotos. Wenn das irritiert, liegt das nicht am Ton, sondern an den Fakten.  
  &amp;nbsp;  
  &amp;nbsp;  
   Abschließend – persönlich   
  &amp;nbsp;  
  Zum Schluss möchte ich etwas festhalten, das mir wirklich wichtig ist.  
  &amp;nbsp;  
  Ich bin stolz auf meine Arbeit. Und ich bin stolz darauf, dass Alexander sich entschieden hat, mein Erbe weiterzuführen. Nachdem er seine eigene Firma im Bereich Sicherheitstechnik aufgegeben hat – ein Feld, in dem er sich nicht wiedergefunden hat und das schließlich gescheitert ist –, hat er sich bewusst dafür entschieden, sich vollständig auf Latex zu konzentrieren.  
  &amp;nbsp;  
  Ich habe diesen Weg begleitet. Ich habe die Abwicklung der Sicherheitsfirma miterlebt, die Aufgabe der Apartmentvermietung, die Umbrüche, das Scheitern, das Neuordnen. Solche Prozesse durchlebt man nicht mit jemandem, dem man gleichgültig gegenübersteht.  
  &amp;nbsp;  
  Dass Alexander heute meine Schnitte, meine Denkweise, meine Arbeit weiterträgt, empfinde ich nicht als Kränkung. Ich empfinde es als Anerkennung. Vielleicht als Respekt. Vielleicht auch als etwas, das man ohne große Worte Liebe nennen könnte.  
  &amp;nbsp;  
  Denn niemand führt fort, was er nicht achtet.  
  Niemand übernimmt, was er für bedeutungslos hält.  
  &amp;nbsp;  
  Dass mein Erbe weiterlebt – auch ohne mich –, ist für mich das größte Kompliment, das mir ein Mensch machen kann. Meine Arbeit war stark genug, um zu bleiben. Und genau darin liegt mein persönlicher Frieden mit dieser Geschichte.  
  &amp;nbsp;  
  — Sven Appelt  
 &amp;nbsp; 
 &amp;nbsp; 
                ]]>
            </content>

                            <updated>2025-12-31T05:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">RUBaddiction berlin - 2008</title>
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                <![CDATA[
                
                                            Alexander, Ich und RubAddiction Berlin 
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            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                   2008 – Weiß war keine Farbe, sondern eine Entscheidung   
  &amp;nbsp;  
  2008 setzte ich bewusst auf den Stil und den Trend dieser Zeit.  
  Alles ging in eine Richtung: Weiß.  
  &amp;nbsp;  
  Ich erinnere mich sehr genau daran, wie stark diese Ästhetik damals präsent war.&amp;nbsp;  Quest Magazine  &amp;nbsp;hatte eine Fotostrecke, die mir im Kopf geblieben ist: weißes Porzellan, weißer Hintergrund, weiße Räume, weiße Körper. Es war diese fast obsessive Reduktion auf eine einzige Farbe, die damals als modern, progressiv und international gelesen wurde.  
  &amp;nbsp;  
  Genau daran wollte ich anknüpfen.  
  Aber nicht, um es zu kopieren – sondern um es zu brechen.  
  &amp;nbsp;  
  Ich wollte einen weißen Hintergrund, weiße Möbel, eine Umgebung, die auf den ersten Blick Reinheit suggeriert. Gleichzeitig war mir wichtig, dass diese Reinheit nicht steril wirkt. Nicht clean. Nicht klinisch. Die Bilder sollten leben, atmen, eine gewisse Spannung haben. Sie durften „gejuiced“ aussehen – leicht übersteuert, leicht körperlich, leicht unruhig.  
  &amp;nbsp;  
  Wir entschieden uns bewusst für wenig Farbe. Umso stärker sollten einzelne Akzente wirken. Auf einem der Bilder war es eine pinke Bluse. Ein einziges Kleidungsstück, eine einzige Farbe – und genau das reichte.  
  &amp;nbsp;  
  Diese Bluse war übrigens berüchtigt. Das Material färbte auf der Haut ab. Wir hatten einen Kunden, einen Geschäftsmann aus London, der sich daraus einen kompletten Anzug anfertigen ließ – inklusive Maske. Er musste später Meetings verschieben, weil sein ganzer Körper pink gefärbt war. Das Material färbte so stark, dass es später vollständig aus dem Sortiment bei&amp;nbsp;  Radical Rubber  &amp;nbsp;genommen wurde.  
  &amp;nbsp;  
  Nicht alles, was ästhetisch funktioniert, ist langfristig tragbar. Auch das gehört zur Wahrheit solcher frühen Jahre.  
  &amp;nbsp;  
  &amp;nbsp;  
   Der erste Shoot   
  &amp;nbsp;  
  Dieser Shoot selbst war ruhig, konzentriert und präzise.  
  Wir haben es mit Attila Hartwig umgesetzt – ein wunderbarer Mensch. Still, professionell, angenehm, völlig unkompliziert. Kein Drama, kein Ego, keine Umwege. Genau die Art von Zusammenarbeit, die Raum lässt für Bilder.  
  &amp;nbsp;  
  Natürlich fand der Shoot in Berlin statt.  
  Im Studio von Attila.  
  &amp;nbsp;  
  Rückblickend war es mehr als nur eine Bildserie. Es war eine klare Positionierung: Wir waren Teil der Zeit, aber nicht ihr Echo. Wir griffen den Trend auf – und verschoben ihn minimal. Nicht laut. Nicht aggressiv. Sondern so, dass man erst beim zweiten Hinsehen merkte, dass hier etwas nicht ganz so rein war, wie es vorgab zu sein.  
  &amp;nbsp;  
  Und genau darin lag der Anfang.  
                ]]>
            </content>

                            <updated>2025-12-31T04:45:00+01:00</updated>
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            <title type="text">RUBaddiction berlin - 2010 - 2012</title>
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                <![CDATA[
                
                                            Zwischen 2010 und 2012 habe ich intensiv mit Philipp Baben der Erde gearbeitet. Diese Jahre waren geprägt von inhaltlicher Offenheit und einer seltenen Bereitschaft, Themen nicht zu glätten, sondern auszuhalten. 
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                   2010–2012: Philipp Baben der Erde   
  &amp;nbsp;  
  Zwischen 2010 und 2012 habe ich intensiv mit&amp;nbsp;  Philipp Baben der Erde  &amp;nbsp;gearbeitet. Diese Jahre waren geprägt von inhaltlicher Offenheit und einer seltenen Bereitschaft, Themen nicht zu glätten, sondern auszuhalten.  
  &amp;nbsp;  
  Was mir an Philipp besonders gefallen hat, war seine Unkompliziertheit. Man konnte mit ihm arbeiten, ohne sich erklären zu müssen. Ideen wurden nicht diskutiert, bis sie harmlos waren, sondern umgesetzt, solange sie noch Reibung hatten. Heute ist Philipp ein sehr erfolgreicher Kameramann. Ob und wie viel er noch fotografiert, weiß ich ehrlich gesagt nicht – wir haben uns seit fast zehn Jahren nicht mehr gesehen. Aber ich bin mir sicher, dass er seinen Weg konsequent gegangen ist.  
  &amp;nbsp;  
 
 
 
 
  &amp;nbsp;   
 
 
  &amp;nbsp;   
 
 
  &amp;nbsp;   
 
 
 
 
  &amp;nbsp;  
  Was uns verbunden hat, war das Verrückte. Diese Lust, Bilder nicht nur korrekt, sondern anders zu machen. Zu provozieren, ohne laut zu sein. Gemeinsam haben wir Themen fotografiert, die andere zu dieser Zeit mit der Kneifzange nicht angefasst hätten.  
  &amp;nbsp;  
  Ein Schwerpunkt lag auf der Auseinandersetzung mit sexuellen Vorlieben. Nicht plakativ, nicht klischeehaft, sondern analytisch. Besonders wichtig war mir dabei der Blick auf den heterosexuellen Mann – seine Fantasien, seine Abhängigkeiten, seine inneren Konflikte. Natürlich tauchten auch homosexuelle Motive auf, aber sie standen nicht im Zentrum. Genau das machte diese Serien damals ungewöhnlich.  
  &amp;nbsp;  
 
 
 
 
  &amp;nbsp;   
 
 
  &amp;nbsp;   
 
 
  &amp;nbsp;   
 
 
 
 
  &amp;nbsp;  
  Zu diesen Jahren gehören Serien wie Gelüste, Muttermilch, Ängste, aber auch die Fotostrecke Gribnitzsee. Geschlossene Räume wechselten sich mit Offenheit ab. Gefängniszellen mit abblätternden Wänden standen neben Wasser, Körpern, Übergängen. Kleidung trat zurück, Situationen traten hervor. Die Bilder erklärten nichts. Sie zeigten.  
  &amp;nbsp;  
  Diese Zusammenarbeit war möglich, weil Philipp thematisch offen war. Weil er keine Angst vor Inhalten hatte. Und weil er bereit war, Dinge visuell umzusetzen, ohne sie vorher zu entschärfen.  
  &amp;nbsp;  
 
 
 
 
  &amp;nbsp;  
 
 
  &amp;nbsp;  
 
 
  &amp;nbsp;  
 
 
 
 
                ]]>
            </content>

                            <updated>2025-12-31T04:30:00+01:00</updated>
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            <title type="text">RUBaddiction berlin - 2013</title>
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                <![CDATA[
                
                                            2013 beginnt eine neue, sehr persönliche Phase mit Sly Hands. Sly war Fotograf, Ikone – und Freund. 
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                  2013: Sly Hands  
  &amp;nbsp;  
  2013 beginnt eine neue, sehr persönliche Phase mit&amp;nbsp;  Sly Hands  .  
  Sly war Fotograf, Ikone – und Freund.  
  &amp;nbsp;  
  Er war einer der ersten Mr. International Rubber, weit über England hinaus bekannt. Mit ihm war ich in Chicago, zu einer Zeit, als der International Mr. Rubber Contest begann, international sichtbar zu werden. Wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, gehörte Sly zu den ersten Gewinnern dieses Titels.  
  &amp;nbsp;  
 
 
 
 
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  Wir hatten damals nur einen winzigen Stand. Kein großes Setup, keine Inszenierung. Aber wir haben dort zum ersten Mal amerikanischer Kundschaft unsere Arbeit gezeigt. Und wir haben dort etwas erlebt, das über Produkte hinausging.  
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  In Chicago habe ich Menschen kennengelernt, die geblieben sind.  
  Freunde wie Shang.  
  Wie Josh.  
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  Es war eine offene, direkte, sehr gute Zeit. Getragen von Neugier, Freundschaft und dem Gefühl, gemeinsam etwas zu beginnen, ohne es kontrollieren zu wollen.  
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  Mit Sly habe ich auch Berlin fotografiert. Nicht als Postkarte, sondern als Spielraum. Eine kleine Fotospielecke im ehemaligen Mutschmanns. Nähe statt Pose. Geschichte statt Inszenierung. Diese Bilder sind ruhiger, persönlicher, abgeschlossen.  
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  Simon ist viel zu früh von uns gegangen.  
  Dass er an meinem 36. Geburtstag starb und ich mich darüber ärgerte, das er mich nicht anrief – bleibt ein schwerer Vorwurf – gegen mich selbst – und eine einprägsame Erfahrung.  
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  Was bleibt, ist der Zusammenhalt. Die Freundschaft. Und die Gewissheit, dass diese Zeit nicht nur Arbeit war, sondern geteiltes Risiko, geteilte Haltung und geteilte Geschichte.  
  Sly haz viel für die Community getan, mehr als andere.  
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                            <updated>2025-12-31T04:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Sven Appelt und RubAddiction</title>
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                                            Zehn Jahre lang prägte Sven Appelt die Welt der Latexmode und verwirklichte sich als Designer und Creative Director – eine Reise voller Abenteuer und inspirierender Begegnungen. Ob in Berlins legendärem Hyatt Hotel, einem verlassenen Krankenhaus oder auf einem Boot: Appelt und...
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                   Eine Reise durch die Linse: Sven Appelt und die Kunst der Latex-Inszenierung   
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 Für Sven Appelt war es immer mehr als nur Mode – es war die Erfüllung eines Traums. Über zehn Jahre lang prägte er als Designer, Creative Director und Mitgründer von  RubAddiction  die Latex-Szene, schuf ikonische Kollektionen und trieb die Kunst der Latex-Inszenierung auf neue Höhen. Mit der Unterstützung seines damaligen Lebensgefährten und Geschäftspartners Alexander Nemitz konnte er aus seiner Vision eine kreative Realität formen, die nicht nur ihn selbst, sondern auch seine Partner und Fotografen herausforderte und inspirierte. 
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 Die ersten Schritte dieser Reise unternahm Appelt an der Seite des talentierten Fotografen Atilla Hartwig, mit dem er die allererste Kollektion von RubAddiction festhielt. Hartwig verstand es, den Latex-Glanz auf eine Art zu inszenieren, die die Einzigartigkeit des Materials und die Leidenschaft hinter jedem Entwurf sichtbar machte. Es folgte eine Zusammenarbeit mit Philipp Baben der Erde, einem Fotografen, mit dem Appelt nicht nur Projekte realisierte, sondern auch Abenteuer erlebte. Egal ob es das Übernachten in einem kalten Gefängnis war oder ein entspannter Tag auf einem Boot – die kreative Chemie zwischen den beiden machte jede Session zu einer unvergesslichen Erfahrung. 
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 Ein weiteres Highlight war die Zusammenarbeit mit Andreas Fux, der Appelt im Hyatt Berlin in Szene setzte und dessen Kamera eine ganz eigene Perspektive auf Latex und Mode zeigte. Jede Aufnahme im luxuriösen Ambiente des Hotels spiegelte die Balance zwischen Exklusivität und Sinnlichkeit wider, die Appelts Designs auszeichnet. Auch die Zusammenarbeit mit David Giersch brachte außergewöhnliche Ergebnisse hervor, als die beiden ein altes Berliner Krankenhaus zur Kulisse eines weiteren ikonischen Latex-Shootings machten – eine Symbiose aus urbanem Verfall und glänzender Couture, die ihresgleichen sucht. 
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 Diese Erlebnisse und die daraus entstandenen Werke wären ohne das Können und Engagement der Fotografen und Models undenkbar gewesen. Sven Appelt spricht mit Dankbarkeit über die Unterstützung und Freundschaft, die ihn auf diesem Weg begleiteten. Ob Si Hands, der durch seine Linse die Strukturen von Latex auf eine fesselnde Weise einfing, oder Moritz Schmidt und Manuel Cortez, die seine Kreationen aus neuen Blickwinkeln festhielten – jeder Fotograf brachte eine eigene Vision und eine besondere Energie mit, die Appelts Designs und Styling zum Leben erweckte. 
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 „Ich danke jedem Einzelnen von Herzen“, sagt Appelt. „Diese Projekte wären ohne die fantastischen Fotografen und unsere Zusammenarbeit nicht dasselbe gewesen. Die Models – Mareen, Krissi, Catha, Sophie und so viele andere – brachten eine lebendige Kraft und Eleganz in die Bilder, die sie erst zu dem gemacht haben, was sie heute sind.“ 
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  Die Vergangenheit war reich an Erfahrungen und Abenteuern, und Appelt ist voller Vorfreude auf die Zukunft: neue Projekte, neue Fotografen und neue Models, die seine Visionen mit ihm teilen und erweitern werden. Jeder Shoot, jede Kollektion und jedes Shooting waren für ihn einzigartig und besonders – eine fortwährende Herausforderung und ein Zeugnis der Kreativität und der Freundschaft, die in jeder Zusammenarbeit aufs Neue aufblühte.  &amp;nbsp;  
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