Wenn Mode plötzlich die Frage stellt, was Stil wirklich kostet
Ich habe mich oft gefragt, wann ein Kleidungsstück aufhört, nur Kleidung zu sein.
Vielleicht in dem Moment, in dem es beginnt, eine Geschichte zu erzählen.
Vielleicht dann, wenn es nicht mehr nur gut aussieht, sondern Haltung zeigt.
Oder vielleicht genau dann, wenn Mode, Kunst, Musik und gesellschaftliche Verantwortung aufeinandertreffen und aus einem Abend etwas Größeres entsteht.
PRICE TAG ist genau dieser Moment.

Am 3. Juli 2026 wird im Rahmen der Berlin Fashion Week nicht einfach eine neue Kollektion präsentiert. Es entsteht ein Abend, der die Frage stellt, was Mode heute tatsächlich wert ist – und welchen Preis wir bereit sind zu zahlen.
Den Preis für Kreativität.
Den Preis für Handwerk.
Den Preis für Nachhaltigkeit.
Und den Preis einer Industrie, die jahrzehntelang so tat, als wären Ressourcen unendlich.
Manchmal erinnert mich Mode an Beziehungen in New York Ende der 1990er Jahre. Man investiert Zeit, Geld und Gefühle – und am Ende stellt man fest, dass nicht das Preisschild entscheidend ist, sondern die Geschichte dahinter.
Genau darum geht es bei PRICE TAG.
Die Veranstaltung beginnt als kulturelles Treffen von Menschen aus Mode, Kunst, Wirtschaft, Medien und Politik. Ein Abend, der bewusst Raum für Begegnungen und Gespräche schafft, bevor das Licht gedimmt wird und die eigentliche Inszenierung beginnt.
Bereits am 20. Mai 2026 fotografiert Andreas Fux die Pre-Collection. Diese Fotografien werden während der Veranstaltung großformatig digital projiziert und bilden die visuelle Ouvertüre des Abends. Sie zeigen nicht nur Kleidung, sondern die Ideen, aus denen die Kollektion entstanden ist.
Was folgt, ist keine klassische Modenschau.
Zwanzig Models, Tänzerinnen und Tänzer, Musik, Licht und Bewegung verschmelzen zu einer Inszenierung, in der recyceltes Denim, Latex und experimentelle Materialien zu Trägern einer größeren Erzählung werden. Die Kollektion verbindet Handwerk mit Kunst, Nachhaltigkeit mit Sinnlichkeit und Mode mit einer klaren gesellschaftlichen Haltung.
Doch der Abend endet nicht am Runway.
Die präsentierten Denim-Arbeiten werden anschließend in Kooperation mit eBay versteigert. Der Erlös kommt der Kinderhilfsorganisation Terre des hommes Deutschland zugute, die sich weltweit für Kinderrechte und gegen Ausbeutung einsetzt.
Organisiert und administrativ getragen wird das gesamte Projekt von Voices of Creation e.V. – einem gemeinnützigen Verein, der Kunst, Kultur und kreative Bildung fördert.
PRICE TAG ist damit weit mehr als eine Modenschau.
Es ist eine Frage.
Ein Statement.
Und vielleicht auch eine Einladung, Luxus neu zu definieren.
Nicht als etwas, das möglichst teuer ist.
Sondern als etwas, das Bedeutung hat.
Denn wahrer Stil erkennt seinen Wert nicht am Preisschild.
Sondern daran, was er bewegt.

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